Russische Technologieunternehmen
Die Jahresbilanz 2002 des Aktienmarktes für russische Techonologieunternehmen
zeigt, dass nur wenige von denen ihre Aktien am Markt veräussert haben.
Dabei gehören fast sämtliche Unternehmen, deren Aktien an den Welt-
und russischen Marktplätzen notiert werden, zu dem
Telekommunikationssektor, ausgenommen Firma "RBK Informationssysteme", die ihre
IPO (öffentliche Erstemission) erst am 18. April 2002 durchgeführt
hat. Telekommunikationsunternehmen teilen sich in zwei Gruppen. Erstere
beinhaltet die Riesen, die ihre Papiere an ausländischen Märkten
veräussert haben (Rostelekom, Mobile TeleSysteme (MTS) Vympelkom
(Warenzeichen Bee Line) und Golden Telekom). Zu der anderen Gruppe gehören
regionale Telekommunikationsoperatoren (die meisten zählen zu
Beteiligungsgesellschaft "Svyazinvest"), wie Zentr Telekom,
Severozapadny Telekom, Sibirtelekom, Bashinformsvyaz, Uralsvyazinform sowie MGTS,
deren Aktien an russischen Märkten (vor allem auf RTS und MMWB) notiert
werden. Nach dem kurzen Blick auf die Jahresbilanz RTS, sollten weiter die
Jahresraten für diese zwei Unternehmensgruppen sowie für Aktien der
Firma "RBK Informationssysteme" - die vorläufig mit niemandem
vergleichbar ist - analysiert werden.
Im Vergleich zu der kritischen Situation der Weltaktienmärkte im Jahre 2002,
sollte man den positiven Jahresabschluss für russischen Aktienmarkt
bemerken. Ein Wachstum um 34,13% ist vielleicht nicht so eindrucksvoll wie
98,48% 2001, jedoch stellt eine erfolgreiche Ergebnis dar, besonders verglichen
mit der Gecshäftslage in anderen Ländern. Anzahl der Geschäfte
2002 ist ebenfalls gestiegen. So, den Press-Release RTS nach, hat das
Handelsvolumen am Finanzmarkt RTS um 2,7% im Vorjahr zugenommen - bis 4,57
Mlrd. USD gegen 4,45 USD im Jahre 2001. Das durchschnittliche Tagesvolumen hat
sich um 2,29% erhöht und betrug 18,14 Mio. USD (im Jahre 2001 - 17,73 Mio.
USD).
RTS Index Veränderungen
Jedoch beim Blick auf die Liste der
Spitzenergebnisse beim Verkaufen am RTS 2002 fällt sofort eine
Besonderheit auf: die meisten Geschäfte werden in Aktien der
Rohstoffsektor- und Energieunternehmen abgeschlossen. Eine Aufnahme in Zehn
erster sind nur Wertpapiere von Sberbank und Rostelekom. Addieren wir aber die
Anteile aller Unternehmen erster Zehn, stellen wir fest, dass sich die Geschäfte
nach eben diesen Papieren knapp 90% des gesamten Handelsumfangs belaufen. So,
der High Tech Anteil des russischen Aktienmarktes ist äusserst gering
verglichen mit Aktienmärkten anderer Länder. Und die
Gesamtgeschäftslage am russischen Aktienmarkt korreliert gar nicht
vollständig mit dem Zustand der Wertpapiere russischer
Technologieunternehmen. Schauen wir die Liste der Unternehmen, deren Aktien ein
Maximalwachstum und -Rückgang im Jahre 2002 zeigten, so finden wir
darunter keine Technologieunternehmen. In die Augen fällt auch eine
niedrige Liquidität der Aktien der Unternehmen mit Spitzenergebnissen in
Wachstum und Rückgang
Spitzenergebnisse beim Verkaufen am RTS 2002
Spitzenergebnisse für Preissteigerung 2002
Spitzenergebnisse für Preissenkung 2002
Die meisten russischen Technologieunternehmen ziehen es vor, ihre
Geschäftsaussichten mit dem Aktienmarkt nicht in Zusammenhang zu bringen.
Emission eigener Aktien auf westliche
Märkte ist ein komplizierter und kostspieliger Prozess, der nur für
die Riesen zugänglich ist, vor allem grosse Operatoren der Mobilfunk.
Darüber hinaus, bedeutende Geldmittel sind auch dafür erforderlich,
eine hohe Transparenz für Unternehmen zu erzielen und sich den westlichen
Standards der buchhalterischen Berichterstattung anzupassen. Ist klar, dass es
- wegen der Spezifik der russischen Wirtschaft - nach der Informationsoffenheit
nicht angestrebt wird, obwohl positive Änderungen sind schon zu
spüren. Veräußerung der Aktien an den russischen Märkten
hat ihre negativen Seiten. Erstens, die Prozedur ist gar nicht perfekt und
dabei entsteht ein grosses Risiko des Misserfolgs. Zweitens, eine niedrige
Liquidität des russischen Aktienmarktes (relativ regelmässig werden
Deals nur in eine sehr geringe Anzahl der Wertpapiere abgeschlossen) und dessen
niedrige Gesamtkapitalisierung (und dementsprechend niedriege Geldbeschaffung,
die hier bei der IPO Durchführung gewinnt sein könnte) erweisen sich
für die Unternehmensführer gar nicht als attraktive. Deswegen ist im
Moment die Anzahl russischer Technologieunternehmen, deren Aktien an RTS und
MMWB notiert werden, äusserst beschränkt.
Wertpapiere
aller vier russischen an NYSE notierenden Telekommunikationsriesen (Rostelekom,
MTS, Vympelkom (Warenzeichen Bee Line) und Nasdaq (Golden Telekom)) haben am
Ende des Jahres sich als wachstumsorientierte erwiesen. Dabei am
erfolgreichsten war das Jahr für Aktien Rostelekom, mit 36,18% Zuhname,-
gegen 1,2% 2001. Nach dem Sprung 2001 (um 127,71%) hatten Wertpapiere Golden
Telekom eine geringe (um 8,40%) Steigerung. Verglichen mit dem amerikanischen
Markteinbruch, lassen sich diese Ergebnisse für gut halten. Der Preis auf
Aktien MTS (grüne Farbe am Diagramm) korrelierte im Laufe der ersten drei
Vierteljahren mit der Index Veränderung S&P 500 (rote Farbe am
Diagramm),- erst in letztem Quartal entwickelte sich eine positive Tendenz.
Ergebniszuwachs um 4,61% ist kaum eindrucksvoll, aber trozdem es ist ein
Wachstum - nicht Rückgang. Bei Vympelkom ein Aktiensprung im Nowemver 2002
trug einen Ergebniszuwachs um 22,88% bei.
Jährliche Dynamik der Aktien russischer High-Tech Unternehmen an NYSE
und Nasdaq
Quelle: StockCharts.com
Was
nun die Geschäftslage an russischen Aktienmärkten betrifft, sei der
Aktienanstieg regionaler Mobilfunkoperatoren bemerkt, die zu
"Swjasinwest" gehören. Allerdings fand es die Reorganisation der
Holding "Swjasinwest" statt, die die Konsolidierung
dazugehörender Firmen nach sich ziehte. Das Neuerungsprozess setzt sich
noch fort. Deshalb sind die in der Tabelle angegebenen Daten eher
Referenzangaben und sind vor allem zur Darstellung der Kapitalisierung dieser
Unternehmen bis Ende 2002 angeführt. Es sei auch ein moderates Wachstum
Stammaktien MGTS und ein guter Anstieg der Vorzugsaktien MGTS erwähnt.
Daten über Aktien russischer Telekommunikationsunternehmen, deren
Wertpapiere zu RTS Index gegen 31. Dezember 2002 gehören (nur Stammaktien)
Zum Schluss wenden wir uns an Geschäftslage der Aktien von "RBK
Infomationssysteme", die sich für erste öffentliche Erstemission
(IPO) in Russland im April 2002 entschied. Das Unternehmen veräusserte 16
Mio. beleglose Aktien durch Aktienzeichnung am Markt. 5,5 Mio. davon wurden am
RTS veräussert (der Preis wurde in USD festgelegt), und die
übrigen - am MMWB (der Preis wurde
in Rubel festgelegt). Diese Erstemission trug zu $13,28 Mio. bei, wodurch sich
die Kapitalisation RBK ca. $83 Mio. belief. Gleich nach der IPO
Durchführung blieb eine ständige Nachfrage nach Unternehmenhsaktien,
und Mitte Mai erreichten sie ihr historisches Maximum ($1,00 am RTS; 31,91 Rub.
am ŒŒW‚). Im Sommer sank Interesse, um so mehr, als der gesamte Geschäftsrückgang sowohl an
Weltaktienmärkten, als auch am Russischmarkt zu spüren war. Gegen
August fiel der Preis auf diese Wertpapiere bis einem historischen Minimum
($0,50 am RTS; 17,01 Rub. am ŒŒW‚), und dann stiegen die Notierungen wieder an. Am Ende des Jahres stieg der
Preis auf $0,61 am RTS und 19,00 Rub. am ŒŒW‚. Der zum Jahresende festgestellte Preis - obwohl es hinter dem
Emissionspreis äusserst zurückbleibt - ist als positives Ergebnis
unter den schwierigen Marktbedingungen im High-Tech-Sektor zu betrachten.
Dynamik der Aktien RBK am MMWB im zweiten Halbjahr 2002 und im Januar 2003
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